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Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Bezirk Kreis Dueren e.V. - Ortsgruppe Heimbach e.V.

Entstehung und Zielsetzung

 

In den Jahren 1998, 1999 war ein stetiger Anstieg der Notfälle am und im Wasser  im Stadtgebiet Heimbach zu verzeichnen.Dieser Anstieg der Notfälle, gerade außerhalb der Zeiten, an denen z.B. das Staubecken Heimbach durch die DLRG bewacht wurde, war Anlass,  den Bereich der Primärwasserrettung im Stadtgebiet Heimbach zu optimieren.

Ein ständig einsatzbereites Rettungsboot bei der DLRG oder der Feuerwehr war im Stadtgebiet Heimbach oder im Südkreis nicht vorhanden.

Das nächste Rettungsboot, welches für Primärrettungseinsätze zur Verfügung stand und auch heute noch steht, ist am Feuerschutztechnischen Zentrum (FTZ) des Kreises Düren in Stockheim stationiert. Eine Anfahrt dieses Rettungsbootes dauert mindestens 20 – 30 Minuten.

Die DLRG Heimbach fand mit der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Heimbach und dem Feuerschutztechnischen Zentrum des Kreises Düren verlässliche und kompetente Partner, um für das Stadtgebiet Heimbach  die Situation bei der Primärwasserrettung und Gefahrenabwehr zu verbessern.

 

Bereits im Jahre 2000, nach nur einem Jahr Planung und Beschaffung, konnte der  Wasserrettungstrupp in Heimbach seinen Dienst in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr aufnehmen. In den nachfolgenden Jahren konnte die Ausrüstung ständig erweitert und ergänzt werden. So konnte im Jahre 2003 das erste Einsatzfahrzeug für diesen Bootstrupp beschafft werden, welches mittlerweile bereits durch ein neueres Gebrauchtfahrzeug ersetzt werden musste.

Seit dem Jahre 2001 ist die DLRG Ortsgruppe Heimbach offiziell zur Mitwirkung und zum Einsatz bei Unglücksfällen und öffentlichen Notständen nach dem Gesetz über den Feuerschutz und Hilfeleistung beauftragt und anerkannt.

 

 

Der Bootstrupp Heimbach ist ebenfalls Bestandteil der Wasserrettungskomponente des DLRG Bezirks Kreis Düren e.V. und des Landesverbandes der DLRG Nordrhein e.V..

 

 


Aufgaben und Leistungen des Bootstrupps

  • Menschenrettung im Wasser oder Eis (Eisrettung)
  • Tierrettung im Wasser oder Eis (Eisrettung)
  • Erste - Hilfe Leistungen im gesamten Bereich der Gewässer
  • Menschensuche im und am Wasser
  • Technische Hilfeleistungen (Bergungen, Materialtransport, Schlepparbeiten etc.)
  • Unterstützung bei der Brandbekämpfung von Wasserseite
  • Unterstützung bei der Errichtung von Ölsperren
  • Unterstützung anderer Organisationen bei der Durchführung ihrer Aufgaben (z.B. Transport von Notarzt oder Rettungsdienst sowie Patienten auf und am Wasser

Personelle und materielle Ausstattung

Die DLRG Heimbach verfügt  über eine Gruppe von ca. 15 Personen, die für den Einsatz im Wasserrettungsdienst ausgebildet und qualifiziert sind.

 

Diese Personen verfügen über die anerkannte „ Fachausbildung im Wasserrettungsdienst“ gemäß der Prüfungsbedingungen der DLRG, die bundesweit anerkannt sind.

Zu dieser Fachausbildung gehört z.B. die Rettungsschwimmausbildung, Sanitätsausbildung A, DLRG-Funklehrgang, Grundausbildung in der Einsatzlehre und Bootsgrundausbildung.

Ferner ist ein Teil dieser Personen zusätzlich qualifiziert und verfügt über Lehrgänge als Katastrophenschutzhelfer und  BOS – Funk.

Ausgebildete Bootsführer oder Qualifikation zum Wachleiter und zum Einsatzleiter Zugführer gehören ebenso dazu.

 

Dieses Personal ist mit der persönlichen Schutzausrüstung lt. Anweisung PSA des Präsidiums  (EN 345 S3) ausgestattet.

Alarmierung

Die Rettungsleitstelle des Kreises Düren alarmiert den Bootstrupp der DLRG Heimbach  über die vorhandenen 10 digitalen Meldempfänger sowie per SMS.

 

Die Alarmierung durch das DLRG Präsidium bzw. durch den DLRG Landesverband Nordrhein erfolgt bei Einsätzen im Rahmen des Katastrophenschutzes bzw. bei überörtlichen Großschadenlagen über eigene Alarmierungswege

Einsatzstruktur / Einsätze im Stadtgebiet Heimbach im Rahmen der Beauftragung nach FSHG

Die DLRG Ortsgruppe Heimbach ist durch die Stadt Heimbach zur Mitwirkung und zum Einsatz bei Unglücksfällen und öffentlichen Notständen nach dem Gesetz über den Feuerschutz und Hilfeleistung beauftragt und anerkannt und gleichzeitig auch mit in die Alarm- und Ausrückordnung der Feuerwehr  der Stadt Heimbach eingebunden.

 

Bei diesen Einsätzen wird wie folgt verfahren:

 

 

Das Rettungsboot Adler DN 3/79/2 wird an der Feuerwache Heimbach vorgehalten.

Bei Notfällen im Bereich der Stadt Heimbach und bei dem Einsatzstichwort „PEW“ Person im Wasser werden immer Feuerwehr und DLRG OG Heimbach gemeinsam alarmiert.

Das in Heimbach stationierte TLF der LG Heimbach wird grundsätzlich bei diesen gemeinsamen Einsätzen als Zugfahrzeug für das MRB eingesetzt.

Der zuerst eintreffende Bootsführer mit dem zuerst eintreffenden Bootsgast  besetzen das Motorrettungsboot (MRB).  Gemeinsam mit der Besatzung TLF und MRB rücken diese zur Einsatzstelle ab.

Die nächsteintreffenden Einsatzkräfte, Führungskräfte und ggf. Reservepersonal besetzen den Gerätewagen Wasserrettung, GW-W Pelikan DN 3/59/1, und rücken mit diesem  nach.

 

 

 


Überörtliche Einsätze (oder Nachalarmierungen)

Wird die DLRG Heimbach zu Einsätzen ohne die Feuerwehr Heimbach gem. FSHG  oder nach Weisung der Rettungsleitstelle des Kreises Düren, des Landesverbandes Nordrhein oder des Präsidiums der DLRG alarmiert ( z.B. bei Unterstützungseinsätzen bzw. KatS-Einsätzen), wird der Bootstrupp nach STAN (Stärke- und  Ausrüstungsnachweis) der DLRG besetzt.

Das heißt der GWW Boot Pelikan DN 3-59-1  rückt mit dem MRB Stadt Heimbach  DN 3-79-2 aus.

Hier kann, wenn es die Einsatzlage erfordert, auch das größere MRB „Paul Fassbender“ eingesetzt werden.